Wer knackt die Steuernuss?

Knifflige Steuerfragen warten nur darauf, von Ihnen gelöst zu werden! Machen Sie die Probe aufs Exempel.

Steuernuss 1 / 2022

Die Magnus GmbH veranstaltet Fachmessen und Kongresse in Wien. Sie hat pandemiebedingt zwei schwere Verlustjahre hinter sich. Nun aber sieht der Geschäftsführer Licht am Ende des Tunnels: Mehrere gut gebuchte Präsenzveranstaltungen stehen im Frühjahr 2022 auf dem Programm. Um das verbliebene knappe Personal voll zu motivieren, will Herr Magnus dem Vertriebsteam eine steuerfreie Mitarbeitergewinnbeteiligung in Höhe von jeweils EUR 2.000,– auszahlen. Warum ist die vorgesehene Mitarbeitergewinnbeteiligung für das Vertriebsteam der Magnus GmbH heuer aber leider nicht lohnsteuerfrei?

  1. Eine lohnsteuerbefreite Mitarbeitergewinnbeteiligung setzt einen Vorjahresgewinn voraus.
  2. Die steuerliche Begünstigung der Mitarbeitergewinnbeteiligung tritt erst 2023 in Kraft.
  3. Die Gewinnbeteiligung muss allen Arbeitnehmern oder bestimmten Gruppen von Arbeitnehmern gewährt werden. Das Vertriebsteam ist keine begünstigte Mitarbeitergruppe.
  4. Die Mitarbeitergewinnbeteiligung ist erst ab EUR 3.000,– lohnsteuerfrei.

Steuernuss 4 / 2021

Magnus betreibt die Kurz & Gut Finanzdienstleistungs GmbH. Er beschäftigt 40 MitarbeiterInnen. Um das gute Betriebsklima zu sichern, gibt es jedes Jahr einen Betriebsausflug, einen Firmen-Heurigen und eine glanzvolle Weihnachtsfeier. Pandemiebedingt fielen 2021 aber alle diese Veranstaltungen ins Wasser. Mit welcher steuerlich vorteilhaften Maßnahme kann Magnus den Ausfall der Firmen-Events kompensieren und seinen MitarbeiterInnen heuer dennoch eine Freude machen?

  1. Magnus erhöht freiwillig den steuerfreien Familienbonus Plus auf EUR 2.000,–.
  2. Alle Mitarbeiter erhalten einen steuerfreien Ausfallbonus von 15 %.
  3. Die Kurz & Gut GmbH zahlt Ende Dezember die neue steuerfreie Mitarbeiter-Gewinnbeteiligung von EUR 3.000,– aus.
  4. Magnus übergibt jedem Mitarbeiter Extra-Weihnachtsgutscheine in Höhe von EUR 365,– steuerfrei.

Steuernuss 3 / 2021

Gernot handelt mit elektronischen Geräten. 2019 hat er seine Geschäftsräumlichkeiten aufwendig umgebaut. Das Finanzamt weigert sich aber, ihm sein Vorsteuerguthaben von mehr als EUR 100.000,– zurückzuerstatten. Denn angeblich weist die Rechnung des Generalbauunternehmers einen Formalfehler auf. Erst nach einem Beschwerdeverfahren schreibt das Finanzamt Gernot die Vorsteuer im Herbst 2021 gut. Was kann unser Elektrohändler neuerdings unternehmen, um sich für die entgangene Liquidität schadlos zu halten?

  1. Gernot fordert Schadenersatz vom Generalbauunternehmer.
  2. Gernot kann beim Finanzamt Zinsen beantragen.
  3. Gernot darf sich einen Laptop für private Zwecke entnehmen.
  4. Gernot hat Anspruch auf einen Ausfallbonus.

Steuernuss 2 / 2021

Gernot ist Gesellschafter der Family-Tour-GmbH, die seit vielen Jahren erfolgreich ein Hotel in Wien betreibt. Wegen der Covid-19-Pandemie sind zuletzt allerdings die internationalen Gäste ausgeblieben und die Umsätze eingebrochen. Dennoch ist die Gesellschaft – Lockdown-Umsatzersatz, Kurzarbeitsbeihilfe, Ausfallsbonus und Fixkostenzuschuss sei Dank – auch in der Krise liquid geblieben. Nun hat Gernot gelesen, dass Fixkostenzuschussempfänger nach dem 30. Juni 2021 wieder Gewinne ausschütten dürfen. Er plant daher bereits für Juli eine Dividendenauszahlung. Was muss der Hotelier dabei beachten, um nicht gegen die Fixkostenzuschuss-Richtlinie zu verstoßen?

  1. Die Dividende muss von der COFAG – der Covid-19-Finanzierungsagentur des Bundes GmbH – genehmigt werden.
  2. Zusätzlich zur KESt fallen für Beherbergungsunternehmen 5% Umsatzsteuer an.
  3. Die Family-Tour-GmbH darf bis Jahresende 2021 keine Dienstnehmer kündigen.
  4. Die Dividende darf nicht mit Covid-19-Zuschüssen finanziert werden.

Steuernuss 1 / 2021

Gernot arbeitete im Jahr 2020 coronabedingt vermehrt im Homeoffice. Dafür hat er sich einen Arbeitsplatz im Familienwohnzimmer eingerichtet und einen schicken Schreibtisch sowie einen Drehstuhl um EUR 900,– angeschafft. Nun möchte Gernot in seiner Arbeitnehmerveranlagung diese Anschaffungskosten steuerlich geltend machen. Was hat Gernot bei der Steuererklärung 2020 zu beachten?

  1. Der Schreibtisch ist auf eine Nutzungsdauer von acht Jahren abzuschreiben.
  2. Gernot muss mindestens 26 Tage im Homeoffice gearbeitet haben.
  3. Gernots Kinder dürfen den Schreibtisch nicht benutzt haben.
  4. Die Schreibtischkosten sind mit dem Homeoffice-Pauschale abgegolten.

Steuernuss 4 / 2020

Gernot ist ein Glückspilz. Er hat noch vor der Corona-Krise im Februar 2020 als Immobilienmakler mit einem Mega-Deal 1 Mio. EUR verdient. Sogar mit einem kleinen Hotel, in dem er überwiegend Geschäftsreisende und Monteure beherbergt, schreibt er heuer trotz Umsatzrückgang schwarze Zahlen. Sein Steuerberater hat trotzdem alle COVID-19-Fördermaßnahmen geprüft und für Gernot Fixkostenzuschuss, Lockdown-Umsatzersatz, Kurzarbeitsbeihilfe und eine Investitionsprämie beantragt. Gernot hat gelesen, dass öffentliche Zuschüsse steuerbefreit sind, und freut sich über einen unerwarteten Netto-Geldsegen. Doch welche Fördermaßnahme ist für Gernot tatsächlich einkommensteuerlich unbeachtlich?

  1. Der Lockdown-Umsatzersatz
  2. Der Fixkostenzuschuss
  3. Die Investitionsprämie
  4. Die Kurzarbeitsbeihilfe

Steuernuss 2 / 2020

Gernot hat große Sorge, dass sich sein Erspartes durch die Corona-Krise in Luft auflösen könnte. Er möchte daher noch heuer eine neue Vorsorgewohnung kaufen und vermieten. Welche COVID-19-Fördermaßnahme kann Gernot in diesem Zusammenhang nutzen?

  1. Heuer steht noch eine erhöhte Ganzjahresabschreibung von 4,5 % der Gebäudekosten zu.
  2. Der Kauf wird mit einer Investitionsprämie von 7 % gefördert.
  3. 30 % der Gebäudekosten lassen sich heuer degressiv abschreiben.
  4. Diesjährige Anfangsverluste können ins Jahr 2019 rückgetragen werden.

Steuernuss 1 / 2020

Gernot ist Finanzberater und von der Corona-Krise schwer getroffen. Deshalb muss er jetzt dringend neue Geschäfte abschließen – was erfahrungsgemäß am besten im direkten Kontakt mit seinen Kunden geht. Gernot hat vom „Wirtshauspaket“ gehört und plant jetzt viele Geschäftsessen, um den Umsatz mit neuen Finanzinstrumenten ordentlich anzukurbeln. Welchen Vorteil bietet ihm nun das Gastro-Paket im zweiten Halbjahr 2020, wenn er mit seinen Klienten speisen geht?

  1. Solche Geschäftsessen sind vorübergehend statt zur Hälfte zu 75 % steuerlich abzugsfähig.
  2. Die Stadt Wien übernimmt die Kosten eines Geschäftsessens pro Monat.
  3. Die Sektsteuer wird bis Jahresende von 20 % auf 10 % reduziert.
  4. Geschäftsessen sind auch ohne Registrierkassenbelag bis EUR 540,– monatlich pauschal steuerlich absetzbar.