CONSULTATIO feiert 55 Jahre: Mutig und entschlossen in die Zukunft

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Kategorie: Einblick

Der Marmorsaal von Schloss Belvedere ist ein historischer Ort. Dort wurde 1955 der Staatsvertrag unterzeichnet. Und dorthin lud die CONSULTATIO anlässlich ihres 55-jährigen Bestehens zu einem besonderen Event – in Kooperation mit dem KURIER. Im Mittelpunkt des Abends standen die Gegenwart und die Zukunft: Ein hochkarätiges Podium diskutierte im ehrwürdigen Marmorsaal über die wirtschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit.

In seiner Begrüßung würdigte CONSULTATIO-Geschäftsführer Georg Salcher Kanzleigründer Hannes Androsch als mutigen Visionär. „Androsch war überzeugt: Nur wer die Zukunft aktiv gestaltet, kann sie auch gewinnen“, zitierte Salcher und betonte, dass dieses Credo bis heute tief in der Unternehmenskultur von CONSULTATIO verankert sei. „Wir wollen Verantwortung übernehmen, Chancen erkennen und gemeinsam mit unseren Klienten an einer erfolgreichen Zukunft arbeiten“, ergänzte er. Salcher schloss seine Begrüßungsworte mit einer Anekdote über den „Staatsvertragskanzler“ Julius Raab. Der war einst gefragt worden, worin der Unterschied zwischen dem deutschen und dem österreichischen Wirtschaftswunder in der Nachkriegszeit liege. Raab hatte geantwortet: „Die Deutschen verdanken ihren Aufschwung ihrem Fleiß, ihrer Ausdauer und dem Erfindungsreichtum ihrer Ingenieure – das österreichische Wirtschaftswunder ist hingegen tatsächlich ein Wunder.“

Hahn, Herlitschka und Köppl-Turyna am Podium

Ob es jemals wieder ein solches „Wunder“ geben werde? Dieser Frage widmete sich im Anschluss eine prominent besetzte Podiumsdiskussion, die unter dem Motto „Das Ende der Bequemlichkeit“ stand – eine Hommage an das gleichnamige Buch von Hannes Androsch. KURIER-Herausgeberin Martina Salomon führte durch den Abend und diskutierte mit Sabine Herlitschka (CEO Infineon), Monika Köppl-Turyna (Direktorin EcoAustria) und Johannes Hahn (2010–2024 EU-Kommissar) über die aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen.

Monika Köppl-Turyna sprach die anhaltende Wachstumsschwäche an: „Viele reden sich noch immer auf Budgetzahlen und Weltwirtschaftslage aus. 
Doch die Probleme sind struktureller Natur: Sinkende Investitionen und Exporte belasten uns bereits seit Jahren.“ 
Sie warnte vor einer Verlagerung von Wirtschaftskraft ins Ausland.

Innovation, aber explodierende Kosten

Sabine Herlitschka wiederum betonte die Innovationskraft heimischer Unternehmen, wies aber auf die dramatisch gestiegenen Lohn- und Energiekosten hin: „In nur drei Jahren sind die Lohnkosten um 30 Prozent gestiegen – das ist für die exportorientierte Industrie eine enorme Belastung.“ Besonders der Halbleiterbereich sei gefordert, weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben. „Wir müssen unsere Stärken in speziellen Technologien wie Energiesparchips und Sicherheitsanwendungen konsequent ausbauen und verteidigen“, forderte Herlitschka.

Auch Johannes Hahn plädierte für Reformbereitschaft. „Gerade jetzt wäre eine ideale Zeit, mutige Reformen in Angriff zu nehmen – von der Pensionsanpassung nach skandinavischem Vorbild bis zu einer Bildungsreform, die dringend nötig ist“, erklärte der ehemalige EU-Kommissar. Er erinnerte daran, dass Österreich keine Insel der Seligen sei: „Wir müssen in vielen Bereichen modernisieren, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.“

Fachkräfte als begehrtes Gut

Ein Thema, das allen Diskutanten am Herzen lag, war die Bildungs- und Fachkräftefrage. Herlitschka schilderte, dass Infineon bereits heute Mitarbeiter aus 80 verschiedenen Ländern beschäftige. „Wir investieren von Anfang an in Bildung, vom internationalen Kindergarten bis zur engen Kooperation mit technischen Schulen. So wollen wir jungen Menschen Perspektiven bieten und Fachkräfte binden.“ Köppl-Turyna unterstrich, dass der Zugang zu guter Bildung nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit sei, sondern auch eine Investition in die Zukunftsfähigkeit des Standorts Österreich.

Zum Abschluss zeigten sich alle einig: Es reicht nicht, die derzeitigen Herausforderungen nur zu analysieren. „Wir müssen ins Tun kommen und Verantwortung übernehmen“, appellierte Herlitschka. Hahn rief dazu auf, die eigene Stimme zu erheben und mitzumischen: „Veränderung beginnt damit, dass man sich engagiert – und sei es nur im Kleinen.“

Impuls für die nächsten Jahrzehnte

Die Jubiläumsfeier zeigte, wie CONSULTATIO mit ihren Partnern und Klienten die kommenden Jahre gestalten will: engagiert, zukunftsorientiert und bereit, die Komfortzone zu verlassen. „Das Ende der Bequemlichkeit“ ist so nicht nur ein Buchtitel, sondern ein Schlüsselimpuls für die nächsten 55 Jahre.

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Angelika Trippolt
Mag. Angelika Trippolt
Marketing und Kommunikation

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