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Hannes Androsch und Karl Aiginger (WIFO) diskutierten beim CONSULTATIO KlientInnen-Talk – Europa steuert nach oben – Österreich auch

Krise hin oder her: Europa ist ein wirtschaftliches Vorzeigemodell, der Nachkriegsweg Österreichs ein einzigartiger Erfolg in der Geschichte unseres Landes. Darin waren sich Karl Aiginger, Leiter des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) und Kanzlei-Gründer Hannes Androsch einig als sie am 26. April 2012 über die Zukunft Europas diskutierten. Und trotzdem sparten sie nicht mit Kritik.

„Wohin STEUERT Europa – wohin Österreich?“ lautete der Titel der Veranstaltung. Über 100 KlientInnen und InteressentInnen der CONSULTATIO wollten das genauer wissen und folgten der Einladung zur Podiumsdiskussion in den Wiener Florido-Tower.

Die EU vereint durch die Krise

"Was einst mit sechs Ländern begann, ist heute der größte Binnenmarkt der Welt", so Karl Aiginger. Die Strukturen innerhalb der EU sind jedoch verbesserungswürdig und die Krisenbewältigung verläuft zu langsam und ineffizient.

Eine Reduktion auf ein Kerneuropa mit nur finanziell gesunden Staaten wie Finnland, Deutschland und Österreich wäre keine Lösung, weil dabei schon Frankreich „nur Ehrenmitglied“ wäre. Ein solcher "Schrebergarten" würde derzeit 13 Prozent der Weltwirtschaft ausmachen, bis 2050 jedoch weniger als zehn Prozent. Aiginger sieht die größte Bedrohung der Euro-Stabilität in einem weiteren erheblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit in Griechenland und in Spanien. Dies gelte es unbedingt durch wachstumsfördernde Maßnahmen zu verhindern.

Währungskampf ist Hintergrund der Krise

Hannes Androsch, Berater der Weltbank und ehemaliger österreichischer Finanzminister, sieht den Hintergrund der aktuellen Krise in einem Währungskampf des US-Dollar gegen den Euro. Damit die EU als größter Binnenmarkt der Welt den Konkurrenzkampf erfolgreich besteht, muss sich die Währungsunion auch zu einer Fiskalunion entwickeln.

Den österreichischen Unternehmen stellt der CONSULTATIO-Gründer ein sehr gutes Zeugnis aus: „Der ungeschützte Sektor arbeitet äußerst erfolgreich“. Herbe Kritik erntet hingegen der öffentliche Sektor. Androsch diagnostiziert Überverwaltung, einen Subventionsdschungel, explodierende Sozialausgaben und undurchschaubare Geldströme in der Finanzierung des Gesundheitswesens.

Die Zukunft mit europäischer Ratingagentur

Die Chance den Podiumssprechern Fragen zu stellen wurde von den TeilnehmerInnen rege genutzt und aktuelle Themen aufgegriffen. "China hat eine eigene Ratingagentur, wieso eigentlich nicht Europa?" Karl Aiginger schlägt dafür die OECD vor, zu deren Aufgaben ohnehin eine Analyse der Länder gehört.
Diese und andere Themen wurden beim abschließenden Gedankenaustausch noch vertieft. Zu genügend Weitblick verhalf der Ausblick aus dem 30. Stock der Location bei wolkenlosem Sommerwetter.

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