CONSULTATIO möchte Ihnen den bestmöglichen Service bieten. Dazu speichern wir Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Detaillierte Informationen über den Einsatz von Cookies auf dieser Webseite erhalten Sie durch Klick auf "Datenschutz". An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen. Zum Datenschutz

Steuerliche Behandlung von Bitcoins und anderen Kryptowährungen

In einem Schreiben vom 25. Juli 2017 informiert das Bundeministerium für Finanzen über die ertragsteuerliche und umsatzsteuerliche Behandlung von virtuellen Währungen, wie beispielsweise Bitcoins.

Quelle: 3Dsculptor/Shutterstock.com

Derzeit sind Kryptowährungen nicht als offizielle Währung anerkannt. Sie stellen auch keine Finanzinstrumente dar. Es handelt sich dabei um sonstige (unkörperliche) Wirtschaftsgüter. Diese unkörperlichen Wirtschaftsgüter gelten als nicht abnutzbar.

Ertragsteuerliche Behandlung
Werden Kryptowährungen im Betriebsvermögen gehalten, werden sie als sonstige nicht abnutzbare unkörperliche Wirtschaftsgüter behandelt, die entweder dem Anlage- oder Umlaufvermögen zugeordnet werden. Dadurch können sich nach der jährlich vorzunehmenden Bewertung steuerlich wirksame Abwertungen oder aber auch spätere Zuschreibungen ergeben. Kursgewinne oder -verluste sind bei Verkäufen je nach aktuellem Tageswert möglich.

Das „Mining“ (Schaffen von Kryptowährungen), das Betreiben einer Online-Börse für Kryptowährungen,  und das Betreiben eines Kryptowährung-Geldautomats ist jedenfalls als gewerbliche Tätigkeit anzusehen. Einkünfte werden jeweils zum Tarif versteuert, außer wenn eine zinsbringende Veranlagung vorliegt. Realisierte Wertänderungen der Bitcoins unterliegen dann dem Sondersteuersatz gemäß § 27a Abs. 1 EStG iHv 27,5%.

Die ertragsteuerliche Behandlung von Kryptowährungen im Privatvermögen ist davon abhängig, ob diese zinstragend veranlagt werden. Liegt eine solche vor, kommt genauso der Sondersteuersatz von 27,5% zur Anwendung. Erfolgt keine zinstragende Veranlagung und werden die Bitcoins weniger als ein Jahr gehalten, gilt dies als steuerpflichtiges Spekulationsgeschäft. Veräußerungen sind nur innerhalb eines Jahres steuerwirksam.

Umsatzsteuerliche Behandlung
Werden gesetzliche Zahlungsmittel (zB Euro) zu Bitcoins umgetauscht und umgekehrt, ist dies nach Rechtsprechung des EuGH eine steuerfreie Tätigkeit (vgl. EuGH 22.10.2015, Rs C-264/14, Hedqvist; UStR 2000 Rz 759). Dies wurde vom BMF bestätigt.

Ebenso wird im Sinne der Rechtsprechung des EuGH seitens BMF bestätigt, dass das sogenannte „Bitcoin-Mining“ mangels identifizierbaren Leistungsempfängers, eine nicht umsatzsteuerbare Tätigkeit darstellt.

Die Zahlung in Bitcoins ist wie die Zahlung mittels gesetzlichen Zahlungsmittels zu beurteilen.

Bei Fragen stehen Ihnen Ihr/e CONSULTATIO-Berater/in gerne zur Verfügung!

>> Schreiben des BMF vom 25. Juli 2017

 

 

Pressekontakt

Mag. Angelika Trippolt

T: +43 1 27775-277

Jetzt kontaktieren

Unternehmensprofil

Daten und Fakten

To top