Dr. Hannes Androsch


CONSULTATIO-Unternehmensgründer und Partner Dr. Hannes Androsch wurde am 18. April 1938 in Wien-Floridsdorf geboren. Nach dem Doktoratsabschluss mit der Spezialisierung im Treuhandwesen und Revision sollte ihm die Ausbildung zum Wirtschaftsprüfer das Rüstzeug für seinen weiteren Berufsweg liefern. In allen Lern- und Studienangelegenheiten so konsequent wie rasch, benötigte er einen „Altersdispens“ der Standesvertretung, um zur Berufsberechtigungsprüfung zugelassen zu werden.

Zeitgleich mit der Ausbildung und ebenso außergewöhnlich schnell verlief die politsche Karriere: 1962 Bundesobmann des VSStÖ, 1963 Sekretär für Wirtschaftsfragen im Parlament, 1967 Nationalratsabgeordneter. 1970 wurde er zum Finanzminister bestellt – damals der jüngste Finanzminister in der Geschichte dieses Amtes. Im selben Jahr gründete er die CONSULTATIO und führte sie mit dem Witwenfortbetrieb seiner Mutter Lia zusammen. Die CONSULTATIO wurde in den Siebzigern zum Spielball der Innenpolitik. 1981 kam es zum Bruch zwischen Kanzler Dr. Bruno Kreisky und seinem Finanzminister. Dr. Androsch schied aus der Regierung aus. Die CONSULTATIO entwickelte sich jedoch ungebremst weiter.

Dr. Hannes Androsch wirkte in seinem überaus bewegten Berufsleben in den unterschiedlichsten Bereichen – als Wirtschaftsprüfer, Politiker, Generaldirektor der ehemaligen Creditanstalt und heute als Industrieller. Das ist inzwischen gut dokumentierte österreichische Zeitgeschichte. Weniger bekannt ist hingegen seine Tätigkeit für die Weltbank: Sie führte ihn nach Botswana und 1988/89 – am Vorabend der tragischen Ereignisse am Tian‘anmen (Platz des himmlischen Friedens) – nach Peking.

Heute ortet sich Dr. Hannes Androsch „über der Baumgrenze“, womit er ein gelassenes „über den Dingen stehen“ meint. Dennoch ist er nach wie vor höchst umtriebig, wie seine Engagements in Sachen Staatsvertrag-Ausstellung 2005, Albertina, Austrian Research Centers oder die Montanuniversität Leoben zeigen. Ungebrochen ist sein soziales Engagement, so etwa mit der „Hannes Androsch-Stiftung“ bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Siehe dazu auch http://www.androsch.com
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